29. Dezember 2019

Esssucht (Binge Eating Disorder) ist neben der Bulimie und der Anorexie eine Essstörung, von der nach Angabe von Ratgeber Esssucht ein bis bier Prozent der Bevölkerung betroffen sind. Die Betroffenen werden dabei von Heißhungerattacken angefallen, was zur Folge hat, dass sie große Mengen an Nahrungsmitteln, in der Regel weit über dem normalen Nahrungsbedarf, essen.

Oft haben die Betroffenen auch bereits mehrfache Erfahrung mit Diäten, Ernährungsumstellungen und dem Versuch sich mehr zu bewegen oder Sport zu treiben. Typisch ist dabei, dass diese Umstellungen nicht dauerhaft funktionieren und die Motivation meist schnell nachlässt. Typisch ist dabei auch der Jojo-Effekt, wobei teilweise mehr zugenommen wird als zuvor abgenommen wurde.

Jacqueline Heemskerk-Scholten, eine niederländische Therapeutin und Vorstandsmitglied der Society for Mental Space Psychology (SOMSP), hat in einer Pilotstudie die Zusammenhänge zwischen Esssucht und der mentalen Repräsentation von Essen und Übergewicht untersucht. Durch die Sichtbarmachung von Essen und Übergewicht im mentalen Raum der Teilnehmerinnen konnten diese erkennen, dass ihrer Essstörung ein anderes, unbewusstes oder verdrängtes Problem zugrunde liegt. Durch verschiedenen Interventionen ist es bei den Teilnehmerinnen, die in der Studie geblieben sind, gelungen, ihre inneren Bilder zu verändern und damit auch ihr Essverhalten.

Nun liegt das Ergebnis ihrer Studie auch in deutscher Sprache vor.